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Neurodermitis – welcher Sport, welche Kleidung?

Wie kann man mit Sport den Zustand der Haut bei Neurodermitis verbessern?

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass durch regelmäßigen Sport der Zustand der Haut verbessert werden kann. Auf Grund der besseren Durchblutung der Haut und den überwiegend positiven Einflüssen auf die Psyche regenerieren sich Hautzellen schneller.

Neurodermitis und Sport – was sollte man beachten?

Wie in vielen anderen Dingen auch sollte man sich vor Übertreibung hüten: zu viel Sport oder ein zu starkes „Auspowern“ kann Stresshormone ausschütten und dieses kann sich wiederum negativ auf die Haut und den Juckreiz auswirken - gerade bei Neurodermitikern, bei denen Stress Hautekzeme verursachen kann (wie der Name der Hautkrankheit ja schon nahelegt).
Empfohlen werden Ausdauer-Sportarten wie Walken, Joggen, Fahrradfahren oder Rudern. Eher nicht empfohlen werden Reiten, wegen der gehäuft vorkommenden Allergie auf Tierhaare bei Neurodermitikern, und Schwimmen, wegen des Chlor- oder Ozongehaltes des Schwimmbadwassers.

Welche Kleidung ist bei Neurodermitis empfehlenswert?

Bei einer ausgeprägten Neurodermitis wird eine leichte und luftige Kleidung empfohlen. Insbesondere Baumwolle, Leinen oder Seidenstoffe gelten als besonders geeignet. Auch Silberfäden oder Silberpartikel in Textilien können bei der Neurodermitis einen Sinn machen.
Silber als Edelmetall ist ein relativ „inertes“ Material. Es hat als Bestandteil von Textilien – aber auch als Inhaltsstoff in Hautcremes – eine nachgewiesene antibakterielle Wirkung. Der oberflächliche Kontakt von Silberpartikeln im Gewebe von Spezialkleidung für Neurodermitiker reicht meiner Meinung nach nicht aus, um eine zellschädigende Wirkung auszulösen, wie manchmal befürchtet wird.

Welche Kleidung ist bei Neurodermitis ungünstig?

Ungünstig für die Haut von Neurodermitikern sind insbesondere Synthetik-Stoffe, die einen Gas- und Flüssigkeitsaustausch nicht zulassen. Es kommt -insbesondere beim Schwitzen - zur Entstehung einer „feuchten Kammer“ zwischen Haut und Kleidung mit Ansammlung von Kondenswasser und einem hierdurch provozierten Bakterium-Wachstum. Hierauf reagiert die empfindliche Haut des Neurodermitikers mit Reizung, Juckreiz oder sogar mit akuten Ekzemen (=Hautentzündungen). Ebenfalls ungünstig ist Kleidung mit Kratzeffekt durch zu harte oder steife Gewebefasern. Insbesondere der direkte Hautkontakt mit Wolle sollte unbedingt vermieden werden. Auf der einen Seite wegen des erheblichen Kratzeffektes, den schon der Nicht-Neurodermitiker bemerkt; auf der anderen Seite wegen des tierischen Ursprungs der Wollfasern, auf den Neurodermitiker-Haut nicht selten mit echten Allergien reagiert.