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Sonnenallergie und Mallorca-Akne - wo liegen da die Unterschiede? Wie behandle ich sie, wie kann ich mich davor schützen?

Sonnenallergie und Mallorca-Akne - wo liegen da die Unterschiede? Wie behandle ich sie, wie kann ich mich davor schützen?

Unterschiede:

Der Begriff „Sonnenallergie“ wird vor allem von Nicht-Medizinern verwendet. Dahinter stecken verschiedene Hautreaktionen auf die Sonne wie die so genannte Polymorphe Lichtdermatose (PLD) oder auch die so genannte Mallorca Akne.
Ursache der PLD scheint eine genetisch bedingte Unverträglichkeit unserer Haut gegenüber freien Radikalen zu sein, die durch die Sonnenbestrahlung in der Haut freigesetzt werden. Dagegen ist bei der Mallorca Akne das Zusammentreffen von Fetten aus Kosmetika, Sonnenschutzmitteln oder körpereigenem Talg mit den freien Radikalen für den Hautausschlag verantwortlich.

Behandlung:

Mit einer Zinkschüttelmixtur, einem Antihistamingel oder einer Kortikoidcreme kann in wenigen Tagen die Sonnenallergie gelindert werden, die Mallorca Akne jedoch ist in der Regel hartnäckiger. Auch hier kann Cortison hilfreich sein, häufig verschwindet der Ausschlag aber nach ein bis zwei Wochen von selbst.

Schutz:

Zur Vermeidung von PLD können die Betroffenen die natürliche Lichtgewöhnung nutzen. Einfach die reagierenden Hautpartien ab Frühjahr/Frühsommer schrittweise an die Sonne gewöhnen. Leichte Allergieschübe können erscheinen, verschwinden aber in der Regel nach dem dritten oder vierten Schub. Zusätzlich empfehle ich die Einnahme des Antioxidanz Beta-Carotin sowie von Calcium. Mallorca Akne kann häufig durch die Verwendung von fettfreien Sonnenschutzgels vermieden werden.

Ist Sonnenbrand das schlimmste, was mir passieren kann oder schadet Sonne der Haut schon vorher?

Bereits bevor unsere Haut mit starken Rötungen reagiert, verändert die Sonneneinstrahlung den genetischen Code (Erbinformation) in unseren Hautzellen. Kleinere Fehler im genetischen Code kann die Haut selbst erkennen und beheben, indem die veränderten Zellen absterben und somit die Fehler im Code nicht weitergeben können. Diese „Reparatur“ dauert etwa 24 Stunden und funktioniert nur ohne weitere Bestrahlung. Doch Sonne in Maßen und mit dem richtigen Schutz der Haut ist gut für Köper und Seele.

Kann eine vitaminreiche Ernährung oder die rechtzeitige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln den UV-Schutz der Haut beeinflussen?

Die Haut muss sich langsam und schrittweise an die Sonne gewöhnen. Wenn sie starker UV- Strahlung ausgesetzt wird, kann sie sich nicht mehr selbst schützen beziehungsweise selbst reparieren und benötigt zusätzliche Vitamine. Dafür empfehle ich Nahrungsergänzungsmittel, zum Beispiel Kombinationen aus den Vitaminen C und E, Beta Carotin und Calcium, denn diese antioxidativen Stoffe schützen die Zellen vor den aggressiven freien Radikalen. Nahrungsergänzungsmittel sind ein Sonnenschutz von innen, aber natürlich ersetzen sie nicht die Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor. Wichtig ist der vernünftige Umgang mit dem Sonnenlicht sowie die regelmäßige Untersuchung des gesamten Hautorgans auf mögliche Sonnenschäden einmal im Jahr durch einen erfahrenen Hautarzt.